3. Mose
Einleitende Text-Lesung: 1. Petrus 1, 13-25 (falls kommunikative Übersetzung gelesen wird: Verse 15 bis 20)
Das Dritte Buch Mose (Levitikus)
Ihr sollt meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst
Das Dritte Buch Mose |
Kapitel |
---|---|
Opfergesetze |
1 - 7 |
Einführung des Priesterdienstes |
8 - 10 |
Reinheitsvorschriften |
11 - 15 |
Der grosse Versöhnungstag |
16 |
Gesetze für Alltag und GD |
17 - 27 |
Das Dritte Buch Mose ...
- für Christen nicht relevant
- fördert gesetzliche Denkweise
(247 Gebote) - alttestamentliches Gottesbild
Allgemeines zum Dritten Buch Mose
Der ungewohnte Leser wird überrascht
- von der Komplexität des beschriebenen Opferdienstes
- warum so viele Detail-Vorschriften (Anweisungen)
- "das hat uns wohl heute gar nichts mehr zu sagen... der blutige Opferdienst gehört ja ins Alte Testament!
Jedoch: das Dritte Buch Mose ist das Herzstück der Heilsgeschichte!
- Es geht um die Herstellung der Gemeinschaft mit Gott
- Luther: "Wie kriege ich einen gnädigen Gott?"
- Es gibt nur EINEN Gott. Wer andere Götter verehrt hat keinen Zutritt!
- Gott ist heilig, also muss auch sein Volk heilig sein
- Es braucht eine Trennung zwischen Rein und Unrein
- Die Sünde steht zwischen Gott und dem Menschen
- Gott akzeptiert stellvertretendes Opfer
Warum ist der Opferdienst so komplex (kompliziert)?
- Ist jedes Detail geregelt?
- Nein! Vieles ist nicht erklärt.
- Dieses Buch ist kein Pflichtenheft
- keine To-Do-Liste, die man abarbeiten muss
- Gott offenbart sich!
- In der Gegenwart von Gott wird offensichtlich, wie vielseitig (vertrackt) unsere Verderbtheit ist.
- kein Opfer-Ritual kann alle Gebiete unserer Heilsbedürftigkeit abdecken
- Sünde kann ganz gottlos, offensichtlich gottfeindlich sein
- Sünde kann aber auch sehr religiös sein
Beispiel: die Ehre eines Predigers
- Nein! Vieles ist nicht erklärt.
Wichtige Hinweise zum 3. Buch Mose
- Bei den weitaus meisten Opfervorschriften geht es um Opfer, die freiwillig gebracht werden
- Jedoch der Versöhnungstag - mit dem speziellen Opferdienst - ist Pflicht für alle!
- Bei allen Opfern geht es um Gemeinschaft - mit Gott und innerhalb des Volkes und der Familie.
Vom Neuen Testament aus gesehen
- Alle Opferrituale sind vorbildlich auf das vollkommene Opfer JESUS CHRISTUS
- Das 3. Buch Mose zu lesen ist wichtig auch im NT:
- Um Gottes Reinheit und Charakter besser zu kennen
- Um die eigene Erlösungs-Bedürftigkeit besser zu kennen
- Um Demut und Hingabe zu lernen (das Beste gehört Gott!)
Das Friedensopfer ein Beispieltext
"Wenn aber jemand dem Herrn ein Opfer darbringen will", so beginnen die ersten Abschnitte und Kapitel dieses Buches...
3.Mose 3: 1-5
Und die Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen.
Das Dankopfer
Andere Opfer sind (Luther): Brandopfer, Speisopfer, Sündopfer, Schuldopfer
Dieses Opfer: Dankopfer, Friedensopfer, Heilsopfer (je nach Übersetzung)
- all diese Bezeichnungen sind "richtig"
- speziell bei diesem Opfer ist
- das Tier darf auch weiblich sein
- nur wenig Teile des Tieres mussten "in Rauch aufgehen"
- ein Anteil für die Priester ist nicht ausdrücklich vorgeschrieben (Freiheit!)
- das Gemeinschaftsmahl war zentral - am heiligen Ort, vor Gott!
- Familie, Freunde, mit Priestern...
- das Fleisch (gebraten / gekocht) konnte auch am nächsten Tag noch gegessen werden
- Es war ein Gottesdienst (Ritual), keine Party!
- Gottesdienstlich unreine Personen durften nicht teilnehmen (wie bei allen Opfern)
Der Gläubige entschliesst sich, zu opfern,
- lädt seine Familie und Freunde ein
- stellt das Tier am Opferplatz vor
- identifiziert sich mit dem Opfer und schlachtet es
Ein Psalm zum Dankopfer:
Hier hat der Priester noch nichts zu tun
- Auslesen: Die Verantwortung liegt beim Opfernden, ein fehlerloses Tier auszulesen.
Keine Nachkontrolle durch den Priester - Bringen, darstellen: Auf den Opferplatz führen und "offiziell" als Opfer bezeichnen.
Auch im Neuen Testament ist es so, dass der Gläubige entscheiden muss, was (welches Opfer) er vor Gott geltend machen will.
- Selbsterkenntnis
- sich demütigen (ich selber schaffe es nicht, ich brauche Stellvertretung)
- schlachten: das Beste für Gott hingeben / opfern
Was ist dir das Beste / das Wichtigste?
- die Ehre / der gute Ruf
- deine Karriere
- __
"Fast alles": Gott ist gnädig. Als Opfertier ein Stier, wär ärmer ist ein Schaf, eine Taube oder sogar eine Handvoll Mehl (wird als Blutopfer gerechnet !!!)
Nach dem damaligen Verständnis war das Fett dass Beste an einem Tier.
Das Beste soll Gott gehören!
Weitere Bibelstellen zeigen:
- Beim Dankopfer geht es um einen Freudenanlass!
- Niemand der Hausgemeinschaft soll vergessen werden!
- Zwar, wer den Gott Israels nicht angenommen hat, ist ausgeschlossen
- Wer sich verunreinigt hat, ist kann nicht teilnehmen
- Gott sucht Gemeinschaft → Versöhnung
- Gott öffnet den Weg zur Gemeinschaft
- Gott akzeptiert stellvertretende Opfer
- Jede Sünde muss gesühnt werden
- Alle Menschen brauchen Versöhnung
- Die Versöhnung (das Opfer)
kommt von Gott
- Alle Opfer sein freiwillig
(für den Versöhnten) - Fröhlich sein gehört zum Opfern
- Das ganze Umfeld soll mitfeiern
Das Dritte Buch Mose ...
- ist das Herzstück des ewigen Heilsplanes
- beschreibt das Werk von Jesus Christus
- zeigt das Leben des Wiedergeborenen
Schlussfolgerungen (Wuppertaler Studienbibel)
- Es gibt nur EINEN Gott, und ER macht die Regeln, wie wir zu ihm kommen
- Das Gesetz von Gott ist für uns Gnade
- Unser Leben soll durch Heiligkeit geprägt sein
- Jeder Gläubige soll die Fähigkeit entwickeln, selber zu prüfen, was vor Gott gilt
- Unser Leben ist ein ganze Hingabe (sinnbildlich im Opfer, denn wir hätten sterben müssen)
- Freiwillige Opfer ehren Gott
- Nicht nur für Gott opfern, sondern auch den Nächsten wohltun
- Freiwillig Gott dienen (nicht Pflichterfüllung)
- Nicht alles in unserem Leben ist durch die Bibel geregelt. Gott hat uns seinen Geist gegeben, der hilft uns, gut und kreativ zu entscheiden
- Gemeinschaft mit Gott ist nur möglich, wenn die Sünde beseitigt wird/ist. Diese Beseitigung kann nur Gott machen. Durch Jesus hat er es gemacht.
Gemeinschaft, die durch Gott wieder hergestellt wird, darin dürfen wir
Gott meint es gut mit uns!